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Besuch des Musicals "Hinterm Horizont"
Ein Angebot des Stage Theaters am Potsdamer Platz in Berlin und von Udo Lindenberg
Am 14. September lud Udo Lindenberg 1800 Schüler aus den Ländern Berlin und Brandenburg zum kostenlosen Besuch des Musicals "Hinterm Horizont" ein. Anlass für diese und weitere Aktionen ist der 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer als dem Symbol für die Teilung Deutschlands. Diese Aktivitäten dienen der Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte und sollen dieses Thema in die Schulen tragen.
Im Anschluss an die Aufführung gab es eine Podiumsdiskussion mit dem Regisseur Ulrich Waller, dem Buchautor Thomas Brussig, Udo Lindenberg und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit. Das Medieninteresse war dementsprechend groß; die Veranstaltung wurde von Kamera- und TV-Teams begleitet.
Einige wenige Schüler der 9. und 10. Klassen konnten dieses Angebot wahrnehmen und haben es für ihre Schulkameraden "getestet" - und "für gut befunden".
'Verdammt! Noch 45 Minuten dicht gedrängt an der Bühne gestanden und doch kein Autogramm bekommen!' Das war dann aber auch wohl die einzige kleine Enttäuschung des Tages.
Die Show war genial: so viele bekannte Songs und diese mit so viel Power und Leidenschaft rübergebracht, verpackt in einer tollen Geschichte rund um eine Ost-West-Liebe. Es hielt einen manchmal kaum mehr in den Sitzen, und es kam einem Udo-Lindenberg-Konzert schon sehr nahe... zumal der Udo-Lindenberg-Darsteller in Mimik, Gestik und Stimme fast wie ein Double des großen Künstlers rüberkam. Immer wieder spendeten die Schüler nach den Szenen begeistert Applaus.
Die Pausenversorgung - es war ja Schule, nur eben anders - klappte: Brezel und Getränke standen bereit.
Und als dann die große Verbeugung aller Darsteller am Ende des Stückes ablief, sprang der ECHTE Udo Lindenberg auf die Bühne und rockte selbige. Dann trat auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit ins Rampenlicht, dem das Unterrichtsmaterial "Hinterm Horizont - Diese Geschichte macht Schule." überreicht wurde. Danach kamen der Regisseur Ulrich Waller und der Buchautor Thomas Brussig mit auf die Bühne.
In lockerer Gesprächsrunde wurden Fragen rund um das Musical und den Fall der Mauer beantwortet, viele davon von Jugendlichen gestellt, d.h. im Vorfeld eingereicht.
Nach dem offiziellen Ende wurde es nochmal eng vor und auf der Bühne. Fernsehteams umringten Udo und Schüler schrieen nach Autogrammen. Tja, von unserer Truppe gehörte nur Friederike zu den Glücklichen, die eine Autogrammkarte ergatterten.
Aber ob mit oder ohne Signatur: Der Musicalbesuch war rundum ein voller Erfolg.
A. Heymann