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Archiv > 2010/2011
Noch in unseren wohlverdienten Ferien trafen wir uns sonntags am Potsdamer Hauptbahnhof um nach Johanngeorgenstadt zu fahren. Nach vierstündiger, für uns kaum endender Fahrt, trafen wir aufgeregt im Landschulheim ein. Für den größten Teil von uns war es die erste Skifahrt. Zu unserem Glück lag auch noch Schnee. Nach der allgemeinen Bettenverteilung und darauffolgenden Zimmereinrichtung wurde gemeinsam zu Abend gegessen und der nächste Tag besprochen. Am Abend konnte sich jeder beim Volley- oder Fußball in der Halle noch austoben.
Am nächsten Morgen wurden wir schon von der Sonne geweckt. Jetzt hieß es Ski ausleihen und dann auf die Piste. Allein unsere Skischuhe an die Skier zu bekommen, stellte für manchen eine große Herausforderung dar. Immer wieder entglitten uns die Skier, bevor sie an den Schuhen halten wollten. Doch nun endlich ging es los - quer über die Wiese zur Rollenbahn. Durch die nächtlichen, doch sehr kalten Temperaturen war der tags zuvor angetaute Schnee sehr hart gefroren. Alles war mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Auf der Rollenbahn und am Loipenhaus übten wir nun das Gleiten, das Grätschen und den Schneepflug, sodass wir in den nächsten Tagen unbeschadet von der Loipe kamen. Die Fortgeschrittenen versuchten sich auch schon mal in der Skatingtechnik. Gestärkt von einem guten Mittag zog es uns am Nachmittag auch gleich wieder in die Loipe. Die Sonne hatte den Schnee weich werden lassen, sodass es nun für uns leichter wurde. Jetzt ging es das erste Mal den Butterweg hinauf auf die Kammloipe. Hier genossen wir die Sonne. Geschafft und mit einigen blauen Flecken ließen wir den Abend nach dem Abendessen auf unseren Zimmern gemütlich ausklingen.
Am Dienstag fiel uns das Aufstehen etwas schwer. Das Wetter zeigte sich auch nicht von der besten Seite - Schneeregen übergehend in Schnee. Der einzige Vorteil von diesem Wetter war, dass auf uns heute nicht so vereiste Loipen warteten. So ging es am Vormittag gleich wieder den Butterweg hinauf zur Kammloipe bis zur Grenze. Hinab ging es dann über die Familienloipe zum Mittagessen. Am Nachmittag war dann unser erster Wettkampf angesagt. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir unser Gelerntes bei einer Sprintrunde unter Beweis stellen. Robby hatte hier die meisten Kräfte und konnte sogar die Schüler aus der 12. Klasse schlagen. Danach gab es dann Entspannung im Schwimmbad bei lustigen Schwimmstaffeln. Den Abend ließen wir beim Kegeln oder wer es romantischer wollte, beim Fackelumzug und Bratwurst ausklingen.
Am Mittwoch verwöhnte uns die Sonne wieder sehr. Auf vereisten Pisten ging es zu den Skisprungschanzen von Johanngeorgenstadt. Aus Sicherheitsgründen nahmen einige von uns auf dem Rückweg die Skier in die Hand. Am Nachmittag lag dann die längste Tour vor uns. Eine Gruppe lief zur Weiterglashütte und die nicht ganz so versierten zum Soldatengrab. Besonders auf dem Rückweg konnte jeder schön abschalten und die Ruhe genießen. Besonders die lange Tour war toll, da es zwar anstrengend war, aber man sich schnell erholt hatte.
Am Donnerstag stand dann nur noch ein Stundenpaarlauf auf Skier im Programm. Da es sehr kalt war und die Sonne sich heute versteckte, mussten wir uns ganz schön bewegen, um nicht zu frieren. Am Nachmittag ging es dann in die Badegärten nach Eibenstock. Hier war Erholung pur angesagt. Einige erholten sich fast ausschließlich im Whirlpool, andere nutzten die Rutschen oder das Außenbecken. Nach dem Abendessen hieß es dann schon wieder Sachen packen, denn es sollte am Freitag so früh wie möglich nach Hause gehen. Besonders am letzten Abend ist Christian mit seinem Lieblingsspielzeug - ein Staubsauger - zum Zug gekommen. Diesen durfte kein anderer nutzen.
Am Freitag war dann Abschiednehmen mit einem lachenden und einem weinenden Auge angesagt. Schön war es, dass wir uns gleich mit den Schülern des Marie - Curie- Gymnasium Dallgow-Döberitz verstanden haben. Wir waren immer eine lustige Truppe und Fernseher usw. waren gar nicht mehr so wichtig. Wir haben in dieser Woche viele neue Leute kennengelernt. Wenn es gehen würde, würden wir gleich morgen wieder losfahren. Aber im nächsten Jahr wollen wir wieder auf den Skiern die Kammloipe unsicher machen.
Euer OW-Skiteam